Grübeln ist das gewollt oder wer denkt hier eigentlich?

Warum lassen wir Grübeln zu? Denken meine Gedanken sich oder denke ich meine Gedanken? Möglicherweise eine ketzerische Frage, aber ist sie das wirklich? Sprechen wir nicht manchmal über unsere Gedanken, als wären sie unabänderlich! Als gehörten sie tatsächlich unverrückbar zu uns?

Tatsächlich denken wir unsere Gedanken. Wir können die Richtung bestimmen, die sie nehmen. Außerdem können wir entscheiden, wie lange wir uns mit einem Thema befassen und um welches Thema unsere Gedanken kreisen. Wir können entscheiden, ob wir grübeln!

Tun wir das im Alltag wirklich?

Häufig nehmen wir Anlässe im Außen und entscheiden nicht aktiv, ob dies ein Thema ist, das uns

  • kurzzeitig beschäftigen muss, weil wir eine direkte Lösung finden müssen (beispielsweise Verkehr, Haushalt, …).
  • mittelfristig beschäftigen muss, weil wir unserer täglichen Arbeit nachgehen, für die wir einen Gegenwert erhalten.
  • überhaupt beschäftigen muss, weil es sich nur um eine vorübergehende Sache handelt, die möglicherweise keine oder nur eine geringe Auswirkung auf uns haben wird.
  • gar nicht beschäftigen sollte, weil wir nichts mehr ändern können.
  • beschäftigen kann und sollte, weil es angenehm ist, darüber nachzudenken.
  • in irgendeiner Form weiterbringt, z.B. eine Erfahrung verarbeiten oder uns das nächste Mal etwas besser machen lässt.

Was kann ich tun, um wieder der Herr meiner Gedankenwelt zu werden und dem Grübeln ade zu sagen?

Hier 3 einfache Tricks:

  1. Unwillkommene Gedanken begrüßen und direkt wieder hinausgeleiten. Sag‘ Dir: „Schön, dass Du da bist Gedanke X, aber gerade habe ich keine Zeit für Dich“. Ich habe immer das Bild eines Polizisten, der den Verkehr regelt, vor mir, wenn ich quasi als der Polizist meine Gedanken umleite. Vielleicht suchst Du Dir ein eigenes Bild. Eines, das für Dich stimmig ist. Wenn Du regelmäßig Deine Gedanken umleitest, gewöhnt sich Dein Unterbewusstsein daran und leitet zum Teil auch freiwillig weiter.
  2. Unwillkommene Gedanken in Schubladen stecken. Vielleicht stellst Du Dir ein Apothekerschränkchen vor mit vielen Schubladen. Beschrifte diese mit verschiedenen Gedankengruppen, die bei Dir auftauchen. Sage Dir beispielsweise: „Ah, Dich kenne ich, Du gehörst zu den Sorgen um die Zeit. Danke, ich habe bestmöglich organisiert, ich benötige Dich jetzt nicht mehr.“
  3. Gib Dir ein Zeitlimit für den Gedanken und nach Beendigung der Zeit geleitest Du den Gedanken ähnlich wie in Punkt 1 wieder aus Deinem Kopf hinaus. Sage Dir: „Ich habe Dich 15 Minuten durchdacht und die wichtigsten Erkenntnisse aufgenommen, jetzt habe ich keine Zeit mehr für Dich. Danke, dass Du da warst (Es ist immer nett, mit sich und den Gedanken höflich umzugehen).

Vielleicht denkst Du jetzt umdenken ist anstrengend, aber glaube mir, es lohnt sich wirklich. Denke an das, was Du alles bekommst, wie zum Beispiel:

  • angenehmere Gefühle
  • bessere Laune
  • mehr Zeit für das Wesentliche
  • mehr und besseren Schlaf

Wenn Du konsequent bist, wirst Du nach ein paar Tagen bis Wochen immer weniger unwillkommene Gedanken denken, und das wird sich nachhaltig auf Deine Gesundheit und Dein Leben auswirken.

Und wie immer viel Spaß bei allem was Du tust!

Deine Kirsten

PS: Wenn Du Interesse hast, schneller und direkter dem Grübeln zu entkommen, dann habe ich vielleicht was für Dich. Schau‘ mal hier.