Als ich zu meiner Berufungsberatung ging, dachte ich fälschlicherweise, ich hätte eine Berufung, die ich nur noch nicht gefunden hätte. Ich freute mich also darauf, dass mir jemand anderes sagen würde: Das ist Deine Berufung, das genau musst Du machen.

Wie ich dann feststellen musste, war dem nicht so. War ich enttäuscht? Nein, war ich nicht. Was ich stattdessen bekam, war eine Idee. Eine Idee, die schließlich mit ein bisschen Nachschärfen, doch noch zu meiner Berufung geführt hat.

Was hatte ich erwartet? Dass es für jeden eine einzige Berufung gibt? Aber kann das sein?

Wir alle haben viele verschiedene Talente, die uns buchstäblich in die Wiege gelegt werden. Häufig können wir diese gar nicht schätzen, wahrscheinlich weil wir damit aufwachsen und erst einmal denken, „kann doch jeder“.

Irgendwann im Kindesalter stellt sich dann vielleicht heraus, „ups – kann doch nicht jeder“. Aber immer noch messen wir unseren Talenten keine Bedeutung bei, es sei denn, wir werden dafür „über den grünen Klee“ gelobt.

Dann erarbeiten wir uns Kompetenzen, entweder weil es „sinnvoll“ erscheint, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder weil es etwas ist, das uns Spaß macht.

Die Wünsche aus der Kindheit spielen (leider) keine Rolle mehr, obwohl man einiges daraus ablesen könnte. Denn hinter dem Wunsch steht ein Bedürfnis und das verändert sich nicht so sehr, egal wie alt wir werden.

Wir setzen uns Ziele, wenn es gut geht, sind es unsere eigenen, aber nicht selten übernehmen wir auch Ziele von anderen: Eltern, nähere Verwandte, sehr gute Freunde, Vorbilder oder die der Gesellschaft.

Und aus diesem ganzen Wirrwarr soll sich eine einzige Berufung ergeben? Nein, wird es nicht! Wenn man diesen Wirrwarr ordnet und ihm auf den Grund geht, kristallisieren sich die wichtigen Talente und Wünsche heraus.

Wenn Du diese dann mit Deiner derzeitigen Lebenssituation, Deinen Präferenzen und No-Gos mischst, ergibt das Dein Berufungsprofil. Das passt dann auf verschiedene Berufe, Arbeitsstellen, Unternehmungsformen, Arten der Selbstständigkeit usw.

Dieses Profil lebt und passt sich den veränderten Lebenssituationen an.

Also such‘ nicht nach einer Berufung, das kann gar nicht funktionieren, sondern such‘ nach Deinem Berufungsprofil!

Und wie immer, viel Spaß bei allem was Du tust!

Deine Kirsten

PS: Ein Teil Deines Berufungsprofils sind Deine Talente. Du willst mehr zu Deinen Talenten wissen, dann lade Dir meine „Sieben Schlüsselfragen“ völlig kostenfrei herunter.